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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen.

Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, Apothekers oder Drogisten bzw. der Ärztin, Apothekerin oder Drogistin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Fenistil, Gel

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG

Was ist Fenistil Gel und wann wird es angewendet?

Fenistil Gel hemmt die Wirkung von Histamin, eine der Substanzen, die bei allergischen Reaktionen freigesetzt werden. Auf die Haut aufgetragen, lindert es Juckreiz allergischen Ursprungs. Fenistil Gel weist auch lokalanästhetische Eigenschaften auf.

Fenistil Gel ist angezeigt bei juckenden Erkrankungen der Haut, z.B. bei Insektenstichen, leichten kleinflächigen Verbrennungen, leichtem nicht ausgedehntem Sonnenbrand, kleinflächigen allergisch bedingten Hauterkrankungen.

Die Grundlage ist ein wässeriges Gel, das dem Wirkstoff ein gutes Eindringen in die Haut ermöglicht. Jucken und andere Hautreizungen werden auf diese Weise schnell gelindert (binnen weniger Minuten). Das Gel ist geruch- und farblos und verursacht keine Flecken auf Kleidungsstücken.

Wann darf Fenistil Gel nicht angewendet werden?

Sie dürfen Fenistil Gel nicht anwenden, wenn Sie auf Dimetindenmaleat oder einen Hilfsstoff allergisch reagieren.

Bei bekannter Insektenstichallergie darf das Präparat nicht angewendet werden (es sind die ärztlichen Anweisungen zu befolgen).

Das Präparat insbesondere bei Säuglingen oder Kleinkindern nicht auf offene oder entzündete Wunden, nässende Hauterkrankungen oder auf Schleimhäute auftragen sowie nicht in Augennähe anwenden.

Wann ist bei der Anwendung von Fenistil Gel Vorsicht geboten?

Bei Kindern unter 2 Jahren darf das Präparat nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden.

Eine grossflächige Anwendung, sowie die Anwendung auf offenen Wunden oder grossflächigen Hautverletzungen oder -schäden (wie Verbrennungen) ist zu vermeiden, insbesondere auch bei Säuglingen und Kleinkindern.

Vermeiden Sie eine längerdauernde Sonnenbestrahlung der behandelten Bereiche.

Konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin bei sehr starkem Jucken oder grossflächigen Hautläsionen.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn die Symptome länger als 7 Tage anhalten.

Information zu den Hilfsstoffen

Fenistil Gel enthält 150 mg/g Propylenglycol (E1520): Propylenglycol kann lokalisierte Hautirritationen hervorrufen.

Fenistil Gel enthält 0.05 mg/g Benzalkoniumchlorid: Benzalkoniumchlorid ist reizend und kann Hautreaktionen hervorrufen. Wenn Sie stillen, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht auf die Brust auftragen, da ihr Baby es mit der Milch aufnehmen könnte.

Auf die Haut aufgetragen, hat Fenistil Gel keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie

·an andern Krankheiten leiden,

·Allergien haben, vor allem gegen andere Arzneimittel oder

·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.

Darf Fenistil Gel während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Sie Fenistil Gel nur mit Vorsicht anwenden und nicht auf ausgedehnte, abgeschürfte oder entzündete Hautflächen auftragen. Das Gel darf während der Stillzeit nicht auf die Brustwarzen aufgetragen werden.

Wie verwenden Sie Fenistil Gel?

Erwachsene und Kinder ab 2 Jahren:

2- bis 4-mal täglich dünn auf die betroffenen Hautstellen auftragen und leicht verreiben.

Ohne ärztliche Konsultation nicht länger als 7 Tage anwenden.

Bei Kindern unter 2 Jahren darf das Präparat nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden.

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie oder Ihr Kind dieses Arzneimittel versehentlich eingenommen haben.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Fenistil Gel haben?

Gelegentliche Nebenwirkungen (zwischen 1 bis 10 von 1'000 Behandelten): Trockenheit oder Brennen der Haut.

Sehr seltene Nebenwirkungen (bei weniger als 1 von 10'000 Behandelten): allergische Hautreaktionen, einschliesslich Hautausschlag und Juckreiz. 

Unterbrechen Sie in diesem Fall die Behandlung, und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten, bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Haltbarkeit

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren.

Weitere Hinweise

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Fenistil Gel enthalten?

Wirkstoff

1 g Gel enthält 1 mg Dimetindenmaleat.

Hilfsstoffe

Propylenglycol (E1520), Natriumedetat, Natriumhydroxid, Carbomer, Benzalkoniumchlorid, gereinigtes Wasser.

Zulassungsnummer

38762 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Fenistil Gel? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung.

Packungen zu 30 und 100 g.

Zulassungsinhaberin

GSK Consumer Healthcare Schweiz AG, Risch.

Diese Packungsbeilage wurde im Dezember 2020 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.