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Information für Patientinnen und Patienten

Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, bevor Sie das Arzneimittel anwenden. Dieses Arzneimittel ist Ihnen persönlich verschrieben worden und Sie dürfen es nicht an andere Personen weitergeben. Auch wenn diese die gleichen Krankheitssymptome haben wie Sie, könnte ihnen das Arzneimittel schaden.

Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen.

Plegridy™ Fertigspritze

Biogen Switzerland AG

Was ist Plegridy und wann wird es angewendet?

Plegridy enthält den Wirkstoff Peginterferon beta-1a das gentechnologisch in tierischen Zellen hergestellt wird.

Natürliches Interferon beta-1a gehört zu einer Gruppe von Substanzen, welche in Ihrem Körper zum Schutz vor Infektionen und Krankheiten produziert werden.

Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung schubförmig remittierender Multipler Sklerose (MS) angewendet. Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung, welche das zentrale Nervensystem (ZNS), einschliesslich Gehirn und Rückenmark, beeinträchtigt. Bei Multipler Sklerose schädigt das Immunsystem Ihres Körpers die Schutzhülle (Myelin) der Nerven in Gehirn und Rückenmark. Dadurch wird die Übermittlung von Signalen zwischen dem Gehirn und anderen Körperteilen unterbrochen, was die Symptome der Multiplen Sklerose verursacht.

Es konnte gezeigt werden, dass Plegridy die Häufigkeit der Krankheitsschübe verringert und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt.

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin oder ein Krankenhaus zur Behandlung oder Kontrolle aufsuchen, erwähnen Sie bitte, dass Sie mit Plegridy behandelt werden.

Um das Risiko für unerwünschte Wirkungen an der Injektionsstelle zu verringern, sollte die Injektionsstelle bei jeder Anwendung gewechselt werden.

Wann darf Plegridy nicht angewendet werden?

·Wenn Sie eine bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Peginterferon beta-1a, Interferon beta-1a oder irgendeinem anderen Inhaltsstoff des Produkts haben.

·Wenn Sie an schweren Depressionen leiden und/oder Suizidgedanken haben.

Wann ist bei der Anwendung von Plegridy Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie:

·an anderen Krankheiten leiden

·Allergien haben oder

·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Anzeichen einer Allergie können beinhalten:

·pfeifende Atmung oder Atemnot

·Schwellung im Gesicht (Lippen, Zunge oder Rachen)

·Hautausschlag oder Rötung

·Kreislaufbeschwerden.

Wenn Sie irgendeines dieser Symptome bemerken, kontaktieren Sie so schnell wie möglich einen Arzt bzw. eine Ärztin.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin insbesondere auch, wenn bei Ihnen Folgendes vorliegt:

·Depressionen, Probleme, die Ihren Gemütszustand beeinträchtigen oder Suizidgedanken. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen Plegridy dennoch verschreiben; es ist aber wichtig, dass Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber informieren, wenn Sie in der Vergangenheit unter Depressionen oder ähnlichen Problemen, die Ihren Gemütszustand beeinträchtigt haben, gelitten haben oder wenn unter der Behandlung Depressionen oder Suizidgedanken auftreten.

·Schwere Leber- oder Nierenerkrankungen. Setzen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auch unverzüglich in Kenntnis, wenn bei Ihnen folgende Symptome auftreten: Gelbsucht, diffuser Juckreiz, Übelkeit und Erbrechen, erhöhte Blutergussneigung oder Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (Ödeme).

·Reizungen an der Injektionsstelle, die zu Haut- und Gewebeschädigungen (Nekrose an der Injektionsstelle) führen können. Lesen und befolgen Sie sorgfältig die Anweisungen unter „Wie verwenden Sie Plegridy?“, um das Risiko einer Nekrose an der Injektionsstelle zu reduzieren, und lassen Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin oder von dem Pflegefachpersonal in der Injektionstechnik instruieren.

·Epilepsie oder andere Krampfanfälle (bestehende oder unter der Behandlung neu auftretende epileptische Anfallserkrankungen), die nicht medikamentös kontrolliert sind.

·Herzerkrankungen, die Beschwerden wie Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), insbesondere nach körperlicher Betätigung, geschwollene Knöchel, Kurzatmigkeit (kongestive Herzinsuffizienz) oder unregelmässigen Herzschlag (Arrhythmie) hervorrufen können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie unter Behandlung mit Plegridy eine Verschlechterung der Herzkrankheit feststellen.

·Schilddrüsenerkrankung

·Eine niedrige Anzahl weisser Blutzellen oder Blutplättchen, was zu einem erhöhten Infektionsrisiko, Blutungen oder Blutarmut führen kann.

Tests, die bei der Anwendung von Plegridy durchgeführt werden müssen:

·Es müssen bei Ihnen Blutuntersuchungen durchgeführt werden, um die Anzahl der Blutzellen, die Blutchemie und die Werte der Leberenzyme zu bestimmen. Diese Untersuchungen werden vor dem Beginn der Therapie mit Plegridy und dann regelmässig während der Behandlung durchgeführt, auch wenn bei Ihnen keine besonderen Symptome aufgetreten sind. Diese Blutuntersuchungen finden zusätzlich zu denjenigen statt, die standardmässig zur Kontrolle Ihrer MS-Erkrankung gemacht werden.

·Die Schilddrüsenfunktion wird in regelmässigen Abständen untersucht werden oder wann immer Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dies aus sonstigen Gründen für erforderlich halten.

·Während der Behandlung mit Plegridy kann es einige Wochen bis Jahre nach Behandlungsbeginn zur Bildung von Blutgerinnseln in den kleinen Blutgefässen kommen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann es eventuell als notwendig erachten, Ihren Blutdruck, Ihr Blut (Blutplättchen) und Ihre Nierenfunktion zu überwachen.

·Während der Behandlung mit Plegridy können Nierenprobleme, die Ihre Nierenfunktion einschränken können, einschliesslich Vernarbungen (Glomerulosklerose) auftreten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Tests durchführen, um Ihre Nierenfunktion zu überprüfen.

Ihre Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, kann durch die Krankheit selbst oder durch gewisse seltene durch die Behandlung mit Peginterferon beta-1a hervorgerufene Nebenwirkungen beeinträchtigt werden. Sie dürfen in diesen Fällen keine Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen.

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Fertigspritze, d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Darf Plegridy während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Wie verwenden Sie Plegridy?

Erwachsene

Die übliche Dosis

Die übliche Dosis von Plegridy ist eine Injektion von 125 Mikrogramm alle 14 Tage (alle zwei Wochen).

Wenn immer möglich, sollte dieses Arzneimittel am selben Wochentag und zur selben Tageszeit verabreicht werden.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Wenn Sie mit Ihrem Dosierungsplan Probleme haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

Selbstinjektion

Plegridy Fertigspritze wird in den Muskel (intramuskulär) injiziert.

Die Injektionsstelle sollte bei jeder Anwendung alle 2 Wochen gewechselt werden. Injizieren Sie nicht an einer entzündeten, schmerzenden oder verletzten Hautstelle.

Bevor Sie mit der Anwendung von Plegridy beginnen, lesen Sie bitte sorgfältig die Anleitung zur Injektion von Plegridy in der «Injektionsanweisung» am Ende dieser Packungsbeilage.

Behandlungsbeginn mit Plegridy

Wenn Sie neu mit Plegridy beginnen, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen raten, die Dosis schrittweise zu erhöhen, damit Sie sich an die Wirkung von Plegridy gewöhnen können, bevor Sie die volle Dosis anwenden. Sie werden dafür ein Plegstartclip-Titrationskit erhalten. Die Plegstartclips können auf die Fertigspritze aufgesetzt werden und ermöglichen die Injektion einer reduzierten Plegridy-Dosis, die Sie zu Beginn der Behandlung injizieren sollten. Ein gelber Plegstartclip mit 63 Mikrogramm (1/2 Dosis für Tag 0) und ein lila Plegstartclip mit 94 Mikrogramm (3/4 Dosis für Tag 14). Jeder Plegstartclip darf nur einmal verwendet werden und muss dann mit dem verbliebenen Plegridy entsorgt werden.

Ab dem 28. Tag sollte die volle Dosis von 125 Mikrogramm (kein Pegstartclip erforderlich) verabreicht werden (Injektion alle 14 Tage).

Ihr Arzt, Ihre Ärztin oder das Pflegefachpersonal werden Ihnen beim Gebrauch des Plegstartclip-Titrationskits behilflich sein.

Falls Sie eine Dosis vergessen

·Falls Sie eine Dosis vergessen haben, müssen Sie die Injektion so bald wie möglich nachholen.

·Falls Sie eine Dosis vergessen haben und die verbleibende Zeit bis zur nächsten geplanten Dosis beträgt mehr als 7 Tage, so können Sie die verpasste Dosis so bald wie möglich nachholen und den ursprünglichen Zyklus beibehalten.

·Falls Sie die Dosis vergessen haben und die verbleibende Zeit bis zur nächsten geplanten Anwendung beträgt weniger als 7 Tage, so müssen Sie die Injektion so bald wie möglich nachholen und einen neuen Zwei-Wochen-Zyklus starten.

·Applizieren Sie auf keinen Fall mehr als eine Dosis innerhalb von 7 Tagen. Verwenden Sie nicht 2 Injektionen, um eine verpasste Injektion nachzuholen.

Wenn Sie mehr Plegridy angewendet haben als Sie sollten

Kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Pflegefachpersonal, wenn Sie innerhalb von 7 Tagen mehr als eine Dosis angewendet haben.

Kinder und Jugendliche

Plegridy darf nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Ältere Patienten ab 65 Jahre

In den klinischen Studien nahmen keine Patienten über 65 Jahre teil. Die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe ist nicht untersucht.

Welche Nebenwirkungen kann Plegridy haben?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern)

·Grippeähnliche Symptome. Bei diesen Symptomen handelt es sich nicht um eine «echte» Grippe (Influenza), siehe unten, daher können Sie andere Personen nicht anstecken.

·Kopfschmerzen

·Muskelschmerzen (Myalgie)

·Schmerzen an Gelenken, Armen, Beinen oder Nacken (Arthralgie)

·Schüttelfrost

·Fieber

·Gefühl von Schwäche und Müdigkeit (Asthenie)

Wenn eine dieser Nebenwirkungen Sie beunruhigt, sprechen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darauf an.

Grippeähnliche Symptome: keine «echte» Grippe (Influenza)

Grippeähnliche Symptome treten zu Beginn der Behandlung mit Plegridy häufiger auf. Mit Fortsetzung der Injektionen nehmen diese Symptome allmählich ab. Beim Auftreten von grippeähnlichen Symptomen können Sie folgende Massnahmen zur Linderung ergreifen:

Drei einfache Massnahmen, um grippeähnliche Symptome zu lindern:

1.Beachten Sie den Zeitpunkt der Plegridy-Injektion. Beginn und Ende der grippeähnlichen Symptome sind bei jedem Patienten anders. Durchschnittlich setzen die grippeähnlichen Symptome etwa 10 Stunden nach der Injektion ein und dauern zwischen 12 und 22 Stunden an.

2.Einnahme von Paracetamol oder Ibuprofen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin wieviel einzunehmen ist und für wie lange.

3.Wenn Sie Fieber haben, trinken Sie viel Wasser, damit Ihr Körper nicht austrocknet.

Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern)

·Rötung, Juckreiz oder Schmerzen an der Injektionsstelle

·Veränderungen der Leberenzymwerte (wird durch Blutuntersuchung überprüft)

Falls bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt:

·Gelbfärbung der Haut oder des Augenweisses

·Juckreiz am ganzen Körper

·Übelkeit und Erbrechen

·Erhöhte Neigung zu Blutergüssen

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Dies könnten Anzeichen eines Leberproblems sein.

·Depression

Falls Sie:

·Sich ungewöhnlich traurig, ängstlich oder wertlos fühlen oder

·Suizidgedanken haben

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

·Übelkeit oder Erbrechen

·Haarausfall (Alopezie)

·Juckende Haut (Pruritus)

·Erhöhte Körpertemperatur

·Veränderungen an der Injektionsstelle, wie Schwellung, Entzündung, Bluterguss, Wärmegefühl, Ausschlag oder Verfärbung

·Blutveränderungen, die zu Müdigkeit (erniedrigte Zahl roter Blutkörperchen) oder verminderter Infektionsabwehr (erniedrigte Zahl weisser Blutkörperchen) führen können

Wenn eine dieser Nebenwirkungen Sie beunruhigt, sprechen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darauf an.

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern)

·Überempfindlichkeitsreaktion / Schwere allergische Reaktion

Falls bei Ihnen Folgendes auftritt:

·Pfeifende Atmung oder Atemnot

·Schwellung im Gesicht (Lippen, Zunge oder Rachen)

·Hautausschlag oder Rötung

·Kreislaufbeschwerden

Wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt bzw. eine Ärztin.

·Krampfanfälle

Wenn Sie einen Krampfanfall oder Anfall haben, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt bzw. eine Ärztin.

·Nesselausschlag

·Blutveränderungen, die zu unerklärlichen Blutergüssen oder Blutungen führen können.

·Erhöhte Eiweissausscheidung im Urin (z.B. schaumiger Urin).

Wenn eine dieser Nebenwirkungen Sie beunruhigt, sprechen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darauf an.

Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern)

·Erkrankungen des Blutes

Folgendes kann auftreten: Blutgerinnsel in den kleinen Blutgefässen, die Ihre Nieren beeinträchtigen können (thrombotisch-thrombozytopenische Purpura oder hämolytisch-urämisches Syndrom). Die Symptome können eine erhöhte Neigung zu Blutergüssen, Blutungen, Fieber, extremes Schwächegefühl, Kopfschmerzen, Schwindel oder Benommenheit umfassen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin könnte Veränderungen in Ihrem Blut und der Nierenfunktion feststellen.

Falls bei Ihnen eines oder alle diese Symptome auftreten:

·Erhöhte Neigung zu Blutergüssen oder Blutungen

·Extremes Schwächegefühl

·Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Benommenheit

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin

·Nierenprobleme, einschliesslich Narbenbildung, die Ihre Nierenfunktion beeinträchtigen können

Falls bei Ihnen eines oder alle diese Symptome auftreten:

·Schaumiger Urin

·Müdigkeit

·Schwellungen, insbesondere an den Sprunggelenken und Augenlidern, und Gewichtszunahme.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, da dies Anzeichen eines möglichen Nierenproblems sein können.

·Schädigung an der Injektionsstelle

Falls bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt:

·Hautverletzung zusammen mit Schwellung, Entzündung oder Flüssigkeitsaustritt um die Injektionsstelle herum

Fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Sonstige Nebenwirkungen (Häufigkeit nicht bekannt – Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

·Pulmonale arterielle Hypertonie: Eine Krankheit, bei der eine schwerwiegende Verengung der Blutgefässe in den Lungen vorliegt, die zu hohem Blutdruck in den Blutgefässen führt, die das Blut vom Herz zu den Lungen transportieren. Pulmonale arterielle Hypertonie wurde zu verschiedenen Zeitpunkten während der Behandlung beobachtet, unter anderem bis zu einige Jahre nach Beginn der Behandlung mit Interferon beta-Arzneimitteln.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin oder das Pflegefachpersonal. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Plegridy darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Lagerungshinweis

·Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

·Bei 2-8°C im Kühlschrank lagern.

·In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

·Nicht einfrieren. Versehentlich gefrorenes Plegridy muss weggeworfen werden.

·Plegridy kann bis maximal 30 Tage ausserhalb des Kühlschranks bei Raumtemperatur (bis max. 25°C) gelagert werden, solange es vor Licht geschützt ist.

·Packungen können, falls nötig, mehr als einmal aus dem Kühlschrank entnommen und später zurück in den Kühlschrank gelegt werden.

·Vergewissern Sie sich jedoch, dass die Fertigspritze alles in allem nicht länger als 30 Tage ausserhalb des Kühlschranks aufbewahrt wird.

Weitere Hinweise

Verwenden Sie das Arzneimittel nicht, wenn:

·die Fertigspritze beschädigt oder zerbrochen ist.

·die Lösung eine Färbung aufweist oder Sie darin kleine Partikel sehen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Plegridy enthalten?

Jede Fertigspritze enthält 0,5 ml einer gebrauchsfertigen, klaren, farblosen Injektionslösung mit 125 Mikrogramm Peginterferon beta-1a.

Wirkstoffe

Der Wirkstoff ist Peginterferon beta-1a.

Hilfsstoffe

Die weiteren Inhaltsstoffe sind Natriumacetat-Trihydrat (E 262), Essigsäure 99 % (E 260), Argininhydrochlorid, Polysorbat 20 (E 432) und Wasser für Injektionszwecke.

Zulassungsnummer

68280 (Swissmedic)

Wo erhalten Sie Plegridy? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Jede Packung enthält 2 Fertigspritzen mit je 0,5 ml einer gebrauchsfertigen Injektionslösung mit 125 Mikrogramm Peginterferon beta-1a.

Jede Fertigspritze ist in einer Plastikhartbox verpackt, welche auch 1 Injektionsnadel für die intramuskuläre (i.m.) Injektion (23G, 0,6 x 32 mm) enthält.

Zulassungsinhaberin

Biogen Switzerland AG, 6340 Baar

Diese Packungsbeilage wurde im August 2021 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

Injektionsanweisung

Lesen Sie diese Packungsbeilage bevor Sie mit der Behandlung von Plegridy beginnen und jedes Mal, wenn Sie eine neue Packung erhalten. Sie könnte neue Informationen enthalten.

Bevor Sie das erste Mal die Plegridy Fertigspritze anwenden, sollte Ihnen (oder Ihrem Betreuer bzw. Ihrer Betreuerin) Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Pflegefachpersonal die Handhabung und Injektionstechnik sorgfältig zeigen.

Nehmen Sie unbedingt solange Hilfe in Anspruch, bis Sie die einzelnen Schritte für die Injektion vollständig beherrschen.

Hinweis:

·Bevor Sie die Plegridy Fertigspritze zum ersten Mal anwenden, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Pflegefachpersonal Ihnen oder Ihrer Betreuungsperson zeigen, wie die Plegridy Fertigspritze richtig vorbereitet und injiziert wird.

·Die Plegridy Fertigspritze ist nur für die Injektion des Arzneimittels in den Muskel (intramuskulär) vorgesehen.

·Jede Plegridy Fertigspritze darf nur einmal angewendet werden.

·Teilen Sie Ihre Plegridy Fertigspritze nicht mit anderen Personen, damit Sie weder andere mit einer Infektion anstecken noch selbst angesteckt werden.

·Wenden Sie nicht mehr als eine Fertigspritze alle 14 Tage (alle 2 Wochen) an.

·Wenden Sie Ihre Spritze nicht mehr an, wenn sie heruntergefallen ist oder sichtbare Beschädigungen aufweist.

Dosierungsplan (Tabelle 1)

Nehmen Sie die Plegridy Fertigspritze aus der Packung.

Für die Anweisungen bei Behandlungsbeginn und die Verwendung des Plegstartclip-Titrationskit siehe unter «Wie verwenden Sie Plegridy?».

Wann

Welche Dosis

Tag 0

(63 Mikrogramm)

Erste Injektion:

Spritze zusammen mit dem gelbfarbenen Plegstartclip verwenden

Tag 14

(94 Mikrogramm)

Zweite Injektion:

Spritze zusammen mit dem lila Plegstartclip verwenden

Tag 28 und danach alle zwei Wochen

(125 Mikrogramm)

Injektion der Erhaltungsdosis:

Spritze ohne Plegstartclip verwenden

 

(Tabelle 1)

Was Sie für Ihre Plegridy Injektion benötigen

·Plegridy Fertigspritze (siehe Abbildung A)

Vor der Anwendung – Bestandteile der Plegridy Fertigspritze (Abbildung A)

Bild 1

Zusätzliche Utensilien, die nicht in der Packung enthalten sind (siehe Abbildung B):

·Alkoholtupfer

·Mulltupfer

·Pflaster

·Geeigneter Behälter zur Entsorgung der Fertigspritze

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt, Apotheker bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder dem Pflegefachpersonal, wie Sie benutzte Spritzen am besten entsorgen.

Bild 3

Injektionsstelle

·Plegridy ist zur intramuskulären Injektion vorgesehen. Geeignete Körperstellen zur Injektion der Plegridy-Lösung sind:

·Oberschenkel (vorne und seitlich, jedoch nicht im Bereich des Knies oder der Leistengegend)

·Spritzen Sie die Plegridy-Injektionslösung alle 2 Wochen an einer anderen Stelle. Dies führt zu geringeren Reizungen der Haut und des Muskels.

·Verwenden Sie keine schmerzhafte, entzündete oder verletzte Hautstelle.

Vorbereitung der Injektion

Schritt Nr. 1: Nehmen Sie die Fertigspritze aus dem Kühlschrank.

·Nehmen Sie eine Plegridy Packung aus dem Kühlschrank und entnehmen Sie der Packung die Fertigspritze.

·Nachdem Sie eine Fertigspritze entnommen haben, verschliessen Sie die Packung wieder und legen Sie die restliche Fertigspritze in den Kühlschrank zurück.

·Lassen Sie die Plegridy Fertigspritze mindestens 30 Minuten liegen, damit sie sich auf Raumtemperatur erwärmen kann.

Bild 5 Verwenden Sie keine externen Wärmequellen, wie z. B. heisses Wasser, um die Plegridy Fertigspritze auf Raumtemperatur zu erwärmen.

Schritt Nr. 2: Legen Sie alle benötigten Utensilien bereit und waschen Sie sich die Hände.

·Wählen Sie eine gut beleuchtete, saubere, flache Arbeitsfläche, wie z. B. einen Tisch. Legen Sie alle Utensilien, die Sie zur Selbstinjektion oder Fremdinjektion benötigen, bereit.

·Waschen Sie Ihre Hände mit Wasser und Seife.

Bild 7

Vorbereiten der Injektion

Vergewissern Sie sich, dass die Lösung klar und farblos ist.

Enthält die Lösung Partikel, ist trüb oder weist sie Verfärbungen – mit Ausnahme einer leichten Gelbfärbung – auf, ist die Fertigspritze nicht zu verwenden.

Bild 9

Entfernen des Luer Lock Sicherheitsverschlusses

Die Spritze hat einen entnahmesicheren Verschluss (Luer Lock). Überprüfen Sie, ob der Sicherheitsverschluss intakt ist und nicht geöffnet wurde. Wenn es aussieht, als ob der Verschluss geöffnet wurde, darf die Spritze nicht mehr verwendet werden. Halten Sie die Spritze so, dass der weisse Sicherheitsverschluss nach oben zeigt.

Halten Sie mit der einen Hand die Spritze am weissen Sicherheitsverschluss und biegen Sie mit der anderen Hand den Sicherheitsverschluss im rechten Winkel, bis er aufschnappt. Vermeiden Sie es, die Spritze am Glas festzuhalten, wenn Sie den Sicherheitsverschluss öffnen.

Berühren Sie das Ansatzstück nicht und drücken Sie nicht auf den Kolben.

Bild 11

Bild 13

Bild 15

Befestigen der Injektionsnadel

Entnehmen Sie die Injektionsnadel, um das Verbindungsstück freizulegen. Dabei die Schutzkappe auf der Injektionsnadel belassen. Schrauben Sie die Injektionsnadel fest auf die Spritze. Drehen Sie im Uhrzeigersinn, bis die Injektionsnadel fest sitzt.

Sitzt die Injektionsnadel nicht fest genug auf der Spritze, führt dies u.U. zu Undichtigkeiten beim Injizieren.

Wenn Ihnen eine schrittweise Erhöhung der Plegridy Dosis verschrieben wurde, können Sie ein Plegstartclip-Titrationskit benutzen, das Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin abgibt. Besprechen Sie bitte die Einzelheiten mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin und beachten Sie die Packungsbeilage des Plegstartclip-Titrationskits.

Injektion

Bild 17

Reinigen und Straffen der Injektionsstelle

Reinigen Sie die Haut an der empfohlenen Stelle (Oberschenkel) mit einem Alkoholtupfer und lassen Sie diese kurz trocknen.

Bild 19

Entfernen Sie jetzt die Schutzkappe, ohne diese dabei zu drehen. Wenn Sie die Schutzkappe beim Entfernen abdrehen, entfernen Sie möglicherweise auch die Injektionsnadel.

Bild 21

Bild 23

Injektion

Straffen Sie die Haut um die Injektionsstelle mit einer Hand.

Entspannen Sie dabei den Muskel. Führen Sie die Injektionsnadel mit einer raschen Bewegung senkrecht im 90° Winkel durch die Haut in den Muskel ein. Die Injektionsnadel sollte vollständig eindringen. Injizieren Sie angsam, bis die Spritze leer ist.

Wenn Sie eine Spritze mit einem daran befestigten Plegstartclip verwenden, applizieren Sie eine niedrigere Dosis Plegridy.

Die Spritze wird dann nicht geleert.

Bild 25

Entfernen der Injektionsnadel

Ziehen Sie die Injektionsnadel gerade heraus. Drücken Sie einen Alkoholtupfer auf die Injektionsstelle und verwenden Sie, falls nötig, ein Pflaster.

Bild 27

Ordnungsgemässe Entsorgung des Abfalls

Nach Beenden der Injektion entsorgen Sie die Spritze und Injektionsnadel in einem geeigneten Behälter für scharfkantige Objekte. Papierreste und benutzte Tupfer können zum normalen Abfall gegeben werden.

Wenn Sie den Plegstartclip benutzt haben, muss die Spritze (und der Plegstartclip) anschliessend weggeworfen werden. Der unbenutzte Teil von Plegridy darf nicht wiederverwendet werden.